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Achtung : Die deutsche Fassung der Website der Föderalagentur enthält nur einen Teil der Informationen, die in der französischen oder niederländischen Fassung verfÜgbar sind.



 

Informationen zur Nahrungsmittelkette (INK)


  Für jedes Tier oder jedes Los Tiere, das in den Schlachthof gesendet wird, muss jeder Tierhalter dem Schlachthofbetreiber die ,,Informationen zur Nahrungsmittelkette (INK)’’ mitteilen.
Der Tierhalter muss zu diesem Zweck sein Betriebsregister auf dem neuesten Stand halten was die benötigten Angaben betrifft.

  Ab wann tritt dieses System in Kraft ?
     
  Um welche Informationen handelt es sich ?
     
  Wozu dienen diese Informationen ?
     
  Wann müssen diese Informationen dem Schlachthof mitgeteilt werden?
     
  In welcher Form muss der Tierhalter diese Informationen mitteilen ?
     
  Was ist die gesetzliche Basis ?
     
     






Ab wann tritt dieses System in Kraft ?

 

- für den Geflügelsektor: das System ist seit dem 01/01/06 in Kraft.

- für den Schweinesektor: das System ist seit dem 01/01/08 in Kraft.
- für den Pferdesektor: das System ist seit dem 01/01/09 in Kraft.
- für den Kälbersektor (FR): das System ist seit dem 01/01/09 in Kraft.

- für den Rindersektor: das System ist seit dem 01/01/10 in Kraft.
- für den Schafe und Ziegensektor: das System ist seit dem 01/01/10 in Kraft.
- für den Hasentiere: das System ist seit dem 01/01/10 in Kraft.




Um welche Informationen handelt es sich ?

  Diese Informationen betreffen :
  • das Statut des Betriebs oder die Region, aus der die Tiere stammen, was die Tiergesundheit betrifft (z.B. das Statut IBR für Rinder, das Statut Aujeszky für Schweine, …) ;
  • den Gesundheitszustand der Tiere ;
  • die Tierarzneimittel oder andere Behandlungen, die den Tieren verabreicht wurden während eines bestimmten Zeitraumes, sowie die Verabreichungsdaten dieser Behandlungen und die Wartezeiten ;
  • das Auftreten von Krankheiten, welche die Sicherheit des Fleisches beeinflussen könnte ;
  • die Analyseresultate der Labore, die von Belang sind für den Schutz der Volksgesundheit (z.B. Analysen zur Aufspürung von Keimen, die eine Krankheit beim Menschen auslösen können, wie Salmonella, E. coli O157:H ;
  • die Resultate der durchgeführten Expertise im Schlachthof von Tieren, die aus demselben Betrieb stammen ;
  • die Produktionsangaben, wenn sie das Auftreten von Krankheiten aufdecken können ;
  • den Namen und die Adresse des Tierarztes, der normalerweise dem Zuchtbetrieb seine Dienste zur Verfügung stellt.


Spezifische Informationen pro Sektor :



Wozu dienen diese Informationen ?

  Diese Informationen geben den Schlachthofbetreibern und Inspektoren eine bessere Übersicht über die Vorgeschichte der Schlachttiere.

Der Betreiber des Schlachthofes :
  • lässt nur Tiere auf das Schlachthofgelände, für die er Informationen zur Nahrungsmittelkette besitzt;
  • entscheidet mithilfe dieser Informationen, ob er die Tiere schlachten lässt;
  • wenn er sie akzeptiert, trifft er für die Schlachtung besondere Vorsichtsmaßnahmen mithilfe der Vorgeschichte der Tiere (z.B. die Schlachtfolge von Schweinen bestimmen mithilfe des Salmonellen Statuts des Ursprungsbetriebs).

Der Inspektor berücksichtigt diese Informationen für seine Tätigkeiten. In absehbarer Zukunft werden diese Informationen den Schwerpunkt von der Expertise auf lebende Tiere verlagern.



Wann müssen diese Informationen dem Schlachthof mitgeteilt werden?

  Im Prinzip 24 Stunden im Voraus.

Ausnahmen: diese Informationen können den Tieren beigefügt werden, wenn:
  • es Tiere sind, die nicht direkt aus dem Ursprungsbetrieb in den Schlachthof geliefert werden (z.B. über einen Viehmarkt) ;
  • Hauseinhufer ;
  • Tiere, bei denen im Ursprungsbetrieb eine Expertise ante mortem durchgeführt wurde (Untersuchung des lebenden Tieres vor der Schlachtung): Notschlachtungen außerhalb des Schlachthofes, in einigen Fällen für Zuchtwild und in einigen Fällen für Geflügel (z.B. Tiere, die zur Herstellung von Stopfleber dienen).

Wenn der Betreiber des Schlachthofes nach Überprüfung der Informationen zur Nahrungsmittelkette entscheidet, die Tiere für eine Schlachtung anzunehmen, müssen diese Informationen sofort dem offiziellen Tierarzt zur Verfügung gestellt werden.

Wenn ein Tier ohne Angaben zur Nahrungsmittelkette in den Schlachthof gelangt, muss der Betreiber sofort den offiziellen Tierarzt benachrichtigen. Das Tier darf nur geschlachtet werden, wenn der offizielle Tierarzt seine Erlaubnis erteilt hat und die Informationen müssen dem Schlachthof noch innerhalb der 24 Stunden nach Ankunft des Tieres mitgeteilt werden.



In welcher Form muss der Tierhalter diese Informationen mitteilen ?

 

Entweder mithilfe eines Formulars auf Papier oder ein Formular in elektronischer Form.




Was ist die gesetzliche Basis ?

 

Es handelt sich um folgende Verordnungen, die auf Eur-lex einsehbar sind:

  • Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene: Anhang I, Teil A, III, Nummer 7 und 8.
  • Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 mit spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs: Anhang II, Teil III.
  • Verordnung (EG) Nr. 854/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 mit besonderen Verfahrensvorschriften für die amtliche Überwachung von zum menschlichen Verzehr bestimmten Erzeugnissen tierischen Ursprungs: Anhang I, Teil I, Kapitel II, A und Teil II, Kapitel II.
  • Verordnung (EG) Nr. 2074/2005 der Kommission vom 5. Dezember 2005 zur Festlegung von Durchführungsvorschriften für bestimmte unter die Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates fallende Erzeugnisse und für die in den Verordnungen (EG) Nr. 854/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates und (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vorgesehenen amtlichen Kontrollen, zur Abweichung von der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 853/2004 und (EG) Nr. 854/2004: Artikel 1 und Anhang I
  • Verordnung (EG) Nr. 2076/2005 der Kommission vom 5. Dezember 2005 zur Festlegung von Übergangsregelungen für die Durchführung der Verordnungen (EG) Nr. 853/2004, (EG) Nr. 854/2004 und (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 853/2004 und (EG) Nr. 854/2004: Artikel 8.

Unsere Aufgabe ist es, die Sicherheit der Nahrungsmittelkette und die Qualität unserer Nahrungsmittel zu überwachen, um die Gesundheit der Menschen, Tiere und Pflanzen zu schützen.

Druckversion   |   Änderungsdatum 12.10.2017   |   Nach oben


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